Donnerstag, 21. Februar 2019

{Rezension} Thalamus - Ursula Poznanski

Thalamus
Ursula Poznanski

Jugendthriller
448 Seiten

Verlag: Loewe
ebook € 12,99
Taschenbuch € 16,95
 
Erscheinungsdatum: 13. August 2018






Der Klappentext

 

Ein schwerer Motorradunfall katapultiert den siebzehnjährigen Timo aus seinem normalen Leben und fesselt ihn für Monate ans Krankenbett. Auf dem Markwaldhof, einem Rehabilitationszentrum, soll er sich von seinen Knochenbrüchen und dem Schädelhirntrauma erholen. Aber schnell stellt Timo fest, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielen: Der Junge, mit dem er sich das Zimmer teilt, gilt als Wachkomapatient und hoffnungsloser Fall, doch nachts läuft er herum, spricht – und droht Timo damit, ihn zu töten, falls er anderen davon erzählt.

Eine Sorge, die unbegründet ist, denn Timos Sprachzentrum ist schwer beeinträchtigt, seine Feinmotorik erlaubt ihm noch nicht niederzuschreiben, was er erlebt. Und allmählich entdeckt er an sich selbst Fähigkeiten, die neu sind. Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Weiß von Sachen, die er nicht wissen sollte …


Meine Meinung

 

Thalamus war mein erster Roman der Autorin und anfangs war ich skeptisch, wie ich zugeben muss. Die Skepsis hat sich völlig in Wohlgefallen aufgelöst und ich werde mir definitiv bald den nächsten Poznanski kaufen. Wir begleiten Timo während des Unfalls und auf seinem Weg in den Markwaldhof, alles geht ein wenig langsam voran - wie ja auch die eigentliche Genesung Timos - und ich war mir nicht recht sicher, ob da noch Spannung kommt. Und OH JA, die kommt! Ganz gewaltig. Gerade durch das langsame Erzähltempo, welches ich in vielen Büchern und hier ebenso sehr zu schätzen weiß, waren die spannenden Szenen umso atemberaubender. Mir blieb wortwörtlich ein paar Mal die Luft weg und auch mit Gänsehaut wurde ich gut bedient.

Der Roman lebt meines Erachtens nach durch die Atmosphäre, die mit dem Fortschreiten der Geschichte immer düsterer wird, und den Ruhepausen dazwischen. Man rätselt mit und freut sich über jedes Puzzlestückchen, das einem hingeworfen wird. Man fiebert mit Timo mit, wenn er mal freiwillig, mal unfreiwillig in nächtlicher Dunkelheit durch die Gänge der Klinik streift.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch anzumerken. In den Szenen, die actionreich waren bzw. sein sollten, kamen einem manche Charaktere wie Statisten vor, denen keine Rolle zugewiesen wurde. Zum Beispiel würde man meinen, dass jemand irgendwie darauf reagiert, wenn er neben jemandem steht, der gerade angegriffen wird. Aber das war eine Kleinigkeit am Rande, die mein Lesevergnügen nicht geschmälert hat, denn wie gesagt liegen die Stärken dieses Buches in den langsamen, schauderlichen Szenen und nicht in der Action. Auf jeden Fall ist es ein sehr unterhaltsamer Jugenthriller, den man unbedingt lesen sollte!



Ein paar Worte zum Autor


Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Jugendbuchautorinnen und ihre Thriller für Erwachsene sind genauso regelmäßig auf den Bestsellerlisten zu finden, wie ihre Jugendbücher. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.



Bewertung und mein Fazit

 

Wer eine sich langsam aufbauende Geschichte mit steigender Spannung sucht, die ihm auch schon mal Gänsehaut einbringt, der ist mit Thalamus wirklich gut bedient. Leicht und flüssig geschrieben ist das Buch ein hervorragend gelungener Jugendthriller.


Ein rundum gelungener Jugendthriller, der sich langsam aufbaut und den Leser in Atem hält.



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